Februar 10

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Prävention
Stark gegen Stress
Stress ist das Gefühl, nicht mehr allem gewachsen zu sein. Wer glaubt, dagegen nichts tun zu können, beschreitet einen gefährlichen Weg. Arbeit und Gesundheit entdeckte bei einem Seminar die Möglichkeiten persönlicher Stressprävention.So viel Handlungsspielraum hat nicht jeder. Mit in der Gruppe sitzt die Mitarbeiterin einer kleinen Agentur, ihr Chef und ein Kollege sind auch dabei. Ein gutes Team, das Spaß hat und ordentlich etwas wegschaffen kann – dasmerktman sofort. Aber wenn es um leisere Töne geht, es bei den Entspannungsübungen darauf ankommt, in sich hineinzuspüren oder einmal über eigene Befindlichkeiten zu sprechen, fühlt sich keiner von ihnen wohl. Schwer vorstellbar, dass es in dieser Agentur Rückzugsmöglichkeiten gibt. Da wird das ungute Gefühl lieber mit einem lustigen Spruch weggewischt oder abends mit dem Bier heruntergespült.
„Viele Menschen nehmen solche Situationen als gegeben hin. Sie kommen gar nicht auf den Gedanken, ihren Handlungsspielraumzu nutzen, weil sie ihn nicht sehen“, weiß Hans-Peter Greif über solche Konstellationen zu berichten. Der Seminarleiter – in diesem Fall für den Träger der gesetzlichen Unfallversicherung VBG tätig – trifft in all den Jahren immer wieder auf die gleichen Muster, die sichmit zwei Extremen beschreiben lassen: Auf der einen Seite die energiegeladenen Macher, die bis zum Umfallen rackern, weil sie viel bewegen und erreichen wollen und ambesten immer alles selbstmachen. Auf der anderen Seite die Opfer der Umstände, die sich selbst nicht ernst genug nehmen, um auf sich zu achten.
Gar keine Lust mehr?

© Ingram Publishing Wer seinen Alltag nicht mehr bewältigen kann, weil er sich häufiger antriebslos fühlt, sollte darüber mit einem Arzt oder Psychologen sprechen. Neben körperlichen Ursachen können auch Depressionen der Grund sein. Je früher diese behandelt werden, desto besser sind die Heilungschancen. Es leiden in Deutschland schätzungsweise vier Millionen Menschen unter Depressionen, häufig stecken sie auch hinter dem besser klingenden Begriff „Burn-out“. Anlass zur Schamgibt es nicht: Diese Erkrankung des Gehirns wird durch eine Kombination von genetischer Veranlagung und den Lebensumständen ausgelöst – also ebenso wie beispielsweise Krebserkrankungen und Herzinfarkte.

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