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Titelbild Ausgabe 3/4 2012

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Januar 10

| Bild: Dr. Walter Eichendorf
© Albers
|

Editorial

Liebe Leserinnen und Leser,

die meisten von uns – genauer gesagt 60 Prozent – fahren mit dem Auto zur Arbeit. Viele davon nehmen dabei noch ihre Kinder mit auf den Weg. Auch wer zu Fuß, mit dem Fahrrad, mit Bussen oder Bahnen zur Arbeit unterwegs ist, ist Teil unseres Straßenverkehrs. Gut zu wissen, dass wir auf diesen Wegen den umfassenden Schutz der gesetzlichen Unfallversicherung genießen. Und dass immer weniger Menschen im Straßenverkehr verunglücken – in Deutschland viel weniger als im europäischen Durchschnitt.

Anlass zur Freude? Nur bedingt. Denn noch immer sind 4.477 tödlich verunglückte sowie 70.644 schwer- und 338.403 leichtverletzte Opfer zu beklagen. ImJahr 2007 kamen auf eine Million Einwohner 60 Verkehrstote. Ist das der unabdingbare Preis unserer Mobilität? Immerhin müssen die Menschen immer längere Wege zu ihrem Arbeitsplatz in Kauf nehmen – nur knapp 70 Prozent brauchen weniger als eine halbe Stunde dafür. Ich persönlich bin fest davon überzeugt, dass wir noch mehr Menschen vor dem Tod im Straßenverkehr bewahren können. Auf der technischen Seite haben die Automobilhersteller in den letzten Jahrzehnten viel für die Insassensicherheit getan. Das hat uns viele Unfallopfer erspart, aber es sind immer noch viel zu viele.

Daher wird es höchste Zeit, gemeinsam die Aufgaben anzugehen, die mehr Sicherheit auf unseren Straßen versprechen. Dazu starten wir in diesem Monat, Januar 2010, eine zwei Jahre lang laufende Kampagne unter dem Titel „Risiko raus!“, die das Ziel der „Vision Zero“, also null Tote und null Verletzte, unterstützt. Mit unserem starken Partner, dem Deutschen Verkehrssicherheitsrat (DVR), sowie vielen weiteren Institutionen auf Bundes- und Landesebene werden wir dieses Ziel mit zahlreichen Maßnahmen verfolgen. Ebenso ist das Thema „Sicher fahren und transportieren“ ein Arbeitsprogramm im Rahmen der Gemeinsamen Deutschen Arbeitsschutzstrategie (GDA). Auch hier wird mit den gebündelten Kräften der Unfallversicherung, des Bundes und der Länder eine mobile Zukunft ohne Unfälle und deren Opfer angestrebt.

Auch wenn unsere Vision utopisch klingenmag, für uns ist sie Auftrag und Ansporn für unsere tägliche Arbeit. Lassen Sie uns alle täglich achtsamsein – so rückt die „Vision Zero“ Stück für Stück näher.

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