Dezember 2009
Demografischer Wandel
Gesundheit für jedes Alter
Deutschland altert und seine Arbeitnehmer altern mit. Die Konsequenz des demografischen Wandels heißt jedoch nicht, dass Betriebe zukünftig wie Seniorenheime ausgestattet sein müssen. Wer klug ist, gestaltet gute Arbeitsbedingungen für alle Altersklassen.Erfahrungsschätze unter Silberhaar Für Betriebe lautet vor diesem Hintergrund die zentrale Frage: Wie sichere ich die Arbeitsfähigkeit und das Wissen meiner Belegschaft? Für viele – insbesondere kleine und mittlere oder stark spezialisierte – Unternehmen ist das eine Existenzfrage. Um den Wissenstransfer zu sichern, bieten sich betriebliche Kompetenzteams an, in denen ältere und jüngere Beschäftigte ihre Erfahrungen austauschen. Mit solchen altersgemischten Teams werden Betriebe in Zukunft am besten bestehen, erklärt auch Professorin. Heike Bruch vom Institut für Führung und Personalmanagement der Universität St. Gallen. Solche Teams könnten sich auf zwei Pfeiler stützen: auf die Erfahrung der Älteren und auf die Kreativität der Jüngeren.
Bin ich ein älterer Arbeitnehmer? Die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) beschreibt Arbeitnehmer als „alt“, die in der zweiten Hälfte ihres Berufslebens stehen, aber das Pensionsalter noch nicht erreicht haben. Das Institut für Arbeitsmarkt und Berufsforschung der Bundesanstalt für Arbeit sieht eine fließende Grenze zwischen 45 bis 55 Jahren. Eine allgemeinverbindliche Definition des Begriffs „ältere Arbeitnehmer“ gibt es jedoch nicht. Wie schwierig eine Festlegung ist und dass sie je nach Tätigkeit variieren muss, leuchtet ein. So gehört ein Fußballprofi mit Mitte 30 in der Tat schon zur „alten Garde“. Wer aber nur ein, zwei Jahre später auf die Trainerbank wechselt, zählt schlagartig wieder zum „Nachwuchs“.
Quelle: BAuA

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