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Aktuelle Ausgabe Juni 2009

Arbeitsschutz in IT-Unternehmen

Gesundheit im Reich der Bits und Bytes

Möglichst wenig Lärm und SchadstoffeCSC zeigt, wie Prävention in der IT-Branche aussehen kann – beispielsweise bei der Anschaffung von neuen Geräten und Möbeln für die Büros. „Wir überprüfen alle Bildschirme nach ihren Strahlungswerten sowie Drucker nach unerlaubten Staubausscheidungen“, erläutert Knell. Außerdem ist sichergestellt, dass die Mitarbeiter immer aktuelle Informationen zu solchen Produkten erhalten. Ein anderes Beispiel: Bei den arbeitsmedizinischen Untersuchungen geht CSC über das gesetzlich geforderte Maß hinaus. Regelmäßige Seh-, Hör- und Lungentests beim Betriebsarzt gehören bei dem Wiesbadener Unternehmen zu den Standardangeboten für die Beschäftigten.

Im Gegensatz zu dieser unspektakulären, aber stetigen Präventionsarbeit ist die regelmäßige Notfallübung ein echtes Ereignis für die gesamte Belegschaft. Einmal im Jahr proben alle 1.200 Wiesbadener Mitarbeiter den Ernstfall und müssen ihren Arbeitsplatz möglichst schnell, aber geordnet verlassen. Sinn der Sache: Jedem muss klar sein, wie er sich und andere bei einem Brand retten kann. Alles, was direkt und indirekt dem Arbeitsschutz bei CSC dient, ist im AMS-Handbuch zusammengefasst. Auch die medizinische Versorgung, der Brand- und Umweltschutz sind darin eingebunden. Danach zu handeln, ist natürlich nicht die alleinige Aufgabe des Sicherheitschefs. Selbstverständlich trägt bei CSC jeder Mitarbeiter und insbesondere jede Führungskraft Verantwortung für Sicherheit und Gesundheit. Knell: „Jeder, der Personalverantwortung hat, wird auch in Sachen Arbeitsschutz speziell geschult, so dass er dieser Aufgabe auch gerecht werden kann.“ Auf diese Weise wurde die Ablauforganisation und Führungsstruktur, die sich mit Gesundheitsprävention beschäftigt, Bestandteil des Qualitätsmanagementsystems von CSC, das auch nach ISO 9001 – 2000 zertifiziert ist.

Kostenlose Unterstützung von außenWie kam es, dass CSC sich auch um das Zertifikat der VBG bemüht hat? Mitte des Jahres 2006 hatte die Geschäftsleitung einem Vorschlag des Securitybereiches zugestimmt, den überwiegend auf technischen Abwicklungen beruhenden Arbeitsschutz auf den neuesten Stand zu bringen. „Damals haben wir vereinbart, einen Standard zu entwickeln, der über die gesetzlichen Anforderungen hinausgeht“, blickt Knell zurück. Damit sollte der Belegschaft das Gefühl gegeben werden, dass ihr Arbeitgeber tatsächlich Wert auf ihre Sicherheit und Gesundheit legt. Ein weiterer Pluspunkt: CSC hatte sich das Ziel gesetzt, als erstes IT-Unternehmen auf Anhieb die AMS-Zertifizierung zu erreichen – und hat dies auch geschafft. „Damit haben wir heute ein Alleinstellungsmerkmal in der Branche“, freut sich der Sicherheitsdirektor.

Und wie sieht es auf der finanziellen Seite aus? Knell: „Wir müssen die Unterstützung der VBG nicht bezahlen. Es entstehen daher keine externen Kosten.“ Die internen Aufwendungen rechnen sich schnell – je besser die Strukturen im Alltag aufgesetzt seien, umso weniger Aufwand sei nötig, so Knell. Auf den Lorbeeren will sich CSC nicht ausruhen, sondern an einer stetigen Verbesserung des AMS-Systems arbeiten. Knell: „Obwohl das AMS-Zertifikat für drei Jahre gilt, wollen wir uns jährlich erneut der Überprüfung durch die Berufsgenossenschaft stellen.“

Harald Lutz/mir, redaktion@arbeit-und-gesundheit.de
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