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Titelbild Ausgabe 3/4 2012

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Aktuelle Ausgabe April

Editorial

Liebe Leserinnen
und Leser,

es ist Bewegung in die Ausrichtung des deutschen Arbeitsschutzes gekommen. Mit der Gemeinsamen Deutschen Arbeitsschutzstrategie haben Bund, Länder und Unfallversicherungsträger sich auf vorrangige Arbeitsschutzziele verständigt. Eines lautet „Verringerung von Muskel-Skelett-Belastungen und -erkrankungen“ mit dem Handlungsfeld „Einseitig belastende oder bewegungsarme Tätigkeiten“ – womit wir mittendrin sind im Büroalltag, der von langem Sitzen geprägt ist.

In einer Studie haben zwischen 40 und 46 Prozent der Befragten angegeben, während der Arbeit unter Rückenschmerzen zu leiden. Bürobeschäftigte stellen beinahe die Hälfte der Erwerbstätigen in Deutschland, Dienstleistungen tragen zu fast 70 Prozent der Bruttowertschöpfung in Deutschland bei.

Das Leitbild zukünftiger Büroarbeit rückt zwei Präventionsfelder in den Mittelpunkt: die Verhütung von Muskel-Skelett-Belastungen und die Verbesserung der Gesundheitskompetenz der Beschäftigten. Hier kommen auch die psychosozialen Faktoren ins Spiel. Denn das Auftreten von Muskel-Skelett-Erkrankungen wird durch eine ganze Reihe von physischen und psychischen Faktoren begünstigt. Dazu beleuchtet ARBEIT UND GESUNDHEIT in dieser Ausgabe zwei Aspekte: Zum einen geht es anlässlich des Tags gegen Lärm am 29. April um Lärm im Büro, der von vielen Beschäftigten zunehmend als belastend empfunden wird. Zum anderen berichtet die Titelgeschichte über Gewalt am Arbeitsplatz, die gerade in Dienstleistungsberufen ein Problem ist – verärgerte und genervte Kunden lassen ihren Frust an Mitarbeitern von Firmen und Behörden ab.

Was kann ein Unfallversicherungsträger für Mitarbeiter tun, die mit Gewaltattacken rechnen müssen? Ihnen den Rücken stärken – etwa durch Training im Umgang mit Konfliktsituationen oder durch ein betriebliches Gesundheitsmanagement. Die Kompetenzerweiterung zielt darauf ab, mehr Verantwortung für die eigene Gesundheit zu übernehmen und physischen und psychischen Anforderungen besser begegnen zu können – souverän und frei von Rückenschmerzen.

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