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Ein Jahr "ohne Gentechnik"- Kennzeichnung für Lebensmittel
[Greenpeace/red 15.05.2009] - Seit dem 1. Mai 2008 können Lebensmittelhersteller ihre Waren als gentechnikfrei kennzeichnen, wenn sie keine Gen-Pflanzen im Tierfutter und keine gentechnisch veränderten Zusätze verwenden. Nach zögerlichem Anfang setzen immer mehr Unternehmen auf die verbraucherfreundliche Kennzeichnung.Kein einheitliches SiegelAllerdings, so Greenpeace-Gentechnikexperte Alexander Hissting, sei die Kennzeichnung unübersichtlich und noch zu wenig bekannt. "Auf dem Markt gibt es eine Vielzahl unterschiedlicher Logos für gentechnikfreie Lebensmittel. Verbraucher wollen jedoch eine verlässliche Kennzeichnung, ähnlich dem EU-Biosiegel."
Auch die Lebensmittelbranche wartet erstmal ab. Mit gutem Beispiel voran ging die große Molkerei Campina, die für ihre Marke Landliebe seit einigen Monaten mit dem Label "ohne Gentechnik" wirbt. Die Händler tegut und Alnatura kennzeichnen die Produkte ihrer Eigenmarken ebenso wie verschiedene regionale Eier-, Fleisch- und Milchprodzenten. Sie alle garantieren, dass mindestens drei Monate vor der Produktion keine Gen-Pflanzen an ihr Vieh verfüttert wurden.
Höherer Preis für gentechnikfreie MilchViele Lebensmittelproduzenten zögern noch, sich der Kennzeichnung anzuschließen. Ein Fehler gerade für die Milchwirtschaft, findet Hissting: "Vor allem die vom Milchpreis gebeutelten Milchbauern und Molkereien können von der Kennzeichnung profitieren. Verbraucher sind bereit, für hochwertigere, gentechnikfreie Milch einen höheren Preis zu bezahlen." Die meisten Verbraucher lehnen den Anbau von Gen-Mais und Gen-Soja ab.
Quelle: Greenpeace

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