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Ab Ostern mit Sommerreifen fahren
[DVR/red 16.03.2009] - Von „O“ bis „O“ - diesen Grundsatz kann jeder beachten, der über den richtigen Zeitpunkt nachdenkt, von Winter- auf Sommerreifen umzurüsten.Vorteil Sicherheit
Und das, obwohl die Umrüstung gleich mehrere Vorteile hat. Ein ganz gewichtiger ist dabei die erhöhte Sicherheit, wie DVR-Technik-Experte Welf Stankowitz erläutert: „Das Profil von Sommerreifen ist an die Straßenbedingungen des warmen Halbjahres angepasst, also trockene Straßen und regennasse Fahrbahnen. Ihre Gummimischung ist speziell für sommerliche Temperaturen ausgelegt, ebenso wie ihr Profil, das bei diesen Straßenverhältnissen eine optimale Kraftübertragung und die größte Sicherheit bietet. Damit bieten Sommerreifen auch bei hohen Temperaturen und Geschwindigkeiten die bestmögliche Haftung und Fahrstabilität.“ Deutlichstes Indiz dafür ist ein kürzerer Bremsweg: Sommerreifen kommen bei warmer Witterung auf trockenen Straßen und auf regennasser Fahrbahn früher zum Stehen als Winterreifen. Und in kritischen Situationen zählt bekanntlich jeder Meter.
Vorteil Wirtschaftlichkeit
Der Wechsel von Winter- auf Sommerpneus hat auch handfeste wirtschaftliche Vorteile. Dazu DVR-Fachmann Stankowitz: „Das Lamellenprofil der Winterreifen, das bei Schnee für Halt sorgt, hilft im Sommer nicht mehr zuverlässig weiter. Außerdem haben Winterreifen einen höheren Naturkautschukanteil und sind dadurch weicher, was sich bei kalten Temperaturen positiv auswirkt. Die weichen Gummimischungen zeigen bei warmem Wetter aber einen höheren Abrieb. Das erhöht den Verschleiß und verringert damit die Laufleistung der Winterreifen. So egalisiert sich die Kostenersparnis von nur einem Reifensatz auf Dauer.“ Denn durch die Umrüstung auf Sommerreifen würden die Winterpneus in der warmen Jahreszeit nicht genutzt, wodurch sich bei fachgerechter Lagerung die Lebensdauer entsprechend verlängere. Hinzu komme eine Ersparnis an der Tankstelle durch den etwas geringeren Kraftstoffverbrauch bei der Fahrt mit Sommerreifen.
Beim Umrüsten beachten
Zunächst sollten Winter- wie Sommerreifen vor dem Einlagern beziehungsweise Umrüsten auf ihre Profiltiefe und auf Schäden hin untersucht werden. Gesetzlich zulässig sind 1,6 mm Mindestprofiltiefe, darunter drohen Autofahrern bei einer Polizeikontrolle ein Bußgeld sowie Punkte ins Flensburg. Allerdings rät DVR-Experte Stankowitz, nicht zu warten, bis die 1,6 mm erreicht sind: „Das kann gefährlich werden. Neue Pkw-Reifen verfügen über ca. 9 mm Profiltiefe. Abgefahrene Sommerreifen sollten spätestens bei 3 mm ausgetauscht werden, da sonst vor allem die Aquaplaninggefahr steigt. Auch Winterreifen können ihre besonderen Qualitäten bei Frost, Schnee und Matsch optimal nur bis zu einer Profiltiefe von 4 mm erfüllen.“
Die Sommerreifen sollten beim Umrüsten neu ausgewuchtet werden. Dies beseitigt Ungleichgewichte am Rad-Reifen-System durch unterschiedliche Massenverteilung und gewährt so einen optimalen Rundlauf. Dazu werden kleine Gewichte an der Felge angebracht. Schlecht oder gar nicht ausgewuchtete Räder beanspruchen Reifen, Radlager und Radaufhängung übermäßig. Wichtig ist zudem die richtige Einlagerung der Winterpneus. Das geschieht – nach der Beseitigung von Schmutz und Salzresten und einer Untersuchung auf Schäden hin – am besten an einem trockenen, dunklen und kühlen Lagerort. Vorher sollten die Reifen etwa mit einem Kreidestift entsprechend ihrer Position markiert werden (vorne links, hinten rechts etc.). Reifen ohne Felge sollten stehend gelagert werden, mit Felge liegend oder noch besser hängend, etwa an einem so genannten Felgenbaum und mit einem um 0,5 bar erhöhten Luftdruck. Die Alternative zur Lagerung zu Hause ist die Einlagerung im meist preisgünstigen „Reifenhotel“ des Fachbetriebs.
Quelle: DVR

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