Aktuell
© Ingram Publishing
Prävention
Neue EU-Richtlinie: Nadelstichverletzungen verhindern
[BNC/red 22.03.2010] - Verletzungen durch scharfe oder spitze Instrumente sind eine der größten Gefahren im Gesundheitsdienst. Am 8. März 2010 hat der Rat der Europäischen Union daher eine neue Richtlinie beschlossen, die Beschäftigte besser vor diesen besonderen Risiken schützt.László Andor, der EU-Kommissar für Beschäftigung, Soziales und Integration, sagte auf der Ministerratstagung: "Das Gesundheitswesen ist einer der größten Arbeitgeber in Europa, und Injektionsnadeln stellen für seine Beschäftigten eine echte Gefahr dar. Zum einen, weil sie sich daran verletzen können, zum anderen wegen der dadurch erhöhten Gefahr einer lebensbedrohenden Infektion wie HIV oder Hepatitis". Die neue Richtlinie diene der Übernahme einer Rahmenvereinbarung zur Vermeidung von Verletzungen durch scharfe oder spitze Instrumente im Krankenhaus- und Gesundheitswesen in das EU-Recht.
Angestrebt wird damit:
- eine möglichst sichere Arbeitsumgebung für die Beschäftigten des Gesundheitswesens zu schaffen und sowohl die gefährdeten Arbeitnehmer als auch die Patienten zu schützen;
- Verletzungen von Arbeitnehmern durch scharfe/spitze medizinische Instrumente (einschließlich Nadelstichverletzungen) zu vermeiden ;
- einen integrierten Ansatz zur Erarbeitung von Strategien für Risikobewertung und - prävention sowie für Schulung und Informationsvermittlung für die Arbeitnehmer zu entwickeln.
Dabei nehme die neue Rechtsvorschrift ausdrücklich Bezug auf eines der vorrangigen Ziele der derzeitigen EU-Strategie für Gesundheit und Sicherheit am Arbeitsplatz, nämlich die Arbeitsunfälle bis 2012 um 25 Prozent zu verringern.
Die "Rahmenvereinbarung zur Vermeidung von Verletzungen durch scharfe/spitze Instrumente im Krankenhaus- und Gesundheitssektor" können Sie auf der Website des Europäischen Parlaments nachlesen.
Quelle: BNC

![[Bild] Logo der BG](/images/dguv-logo-l.jpg)




