AuG-Logo

ARBEIT UND GESUNDHEIT - August 2010

Titelbild ARBEIT UND GESUNDHEIT August

Der schnelle Weg
zur aktuellen ARBEIT UND GESUNDHEIT
August 2010.

Video


Die alte Haseltalbrücke an der A3 im Spessart musste einer modernen Nachfolgerin weichen. ARBEIT UND GESUNDHEIT begleitete das Sprengteam mit der Kamera.

Bild des Monats







Werfen Sie einen
kritischen Blick auf
"Das Allerletzte"
und wählen Sie das Bild des Monats!

Newsletter

Den kostenlosen Newsletter bestellen und in Sachen Arbeitsschutz auf dem Laufenden sein.

Aktuell

| Bild: Ladung richtig sichern
© Frank Schuppelius
|

Prävention

Ladung sicher verstauen

[DGUV/red 25.02.2010] - Beim starken Bremsen können ungesicherte Gegenstände verrutschen oder durch das Fahrzeug wirbeln. Um Verletzungen zu vermeiden, muss die Ladung gesichert werden. Darauf weisen Berufsgenossenschaften und Unfallkassen im Rahmen der Präventionskampagne "Risiko raus!" hin.

Dr. Karl Schories, Präventionsfachmann am Institut für Arbeitsschutz der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (IFA), erklärt: "Vereinfacht kann man sagen, dass alle Gegenstände im Fahrzeug die ursprüngliche Geschwindigkeit bei einer Vollbremsung oder einem Crash beibehalten wollen. Auch harmlos erscheinende Gegenstände im Fahrzeuginneren können so zu Geschossen und einer Gefahr für die Insassen werden; Güter auf Ladeflächen können herunterfallen oder gar das Fahrzeug umkippen lassen, wobei auch andere Verkehrsteilnehmer gefährdet und schwer verletzt werden können."

Die Gefahr verringernUm die Gefährdung durch ungesicherte oder schlecht gesicherte Ladung deutlich zu verringern, helfen oft schon einfache Maßnahmen:
  • Im Pkw sollte der Kofferraum zum Transport genutzt und die Fracht so weit wie möglich nach vorne geladen werden.
  • Um der Rücksitzbank mehr Widerstandskraft zu geben, empfiehlt es sich – besonders bei schweren Gegenständen – die Dreipunktgurte zu schließen.
  • Bei Kombis empfiehlt es sich außerdem, ein Gepäcknetz oder Trenngitter zum Fahrgastraum zu installieren.
  • Durch Anti-Rutsch-Matten im Kofferraum oder auf einer Ladefläche kann die Reibung stark vergrößert werden, so dass insbesondere bei flachen Gegenständen – wie Kisten oder Kartons – wesentlich sicherer ein Verrutschen oder Kippen der Ladung vermieden werden kann.
  • Müssen Gegenstände gestapelt werden, sollen schwere Teile immer zu unterst, leichte zu oberst geladen werden.

Für das Verzurren der Ladung gibt es unterschiedliche Möglichkeiten, die je nach der Beschaffenheit der Gegenstände und des Fahrzeuges anzuwenden sind:
  • Beim sogenannten Niederzurren werden Zurrketten oder Zurrgurte über die Ladung gelegt, mit den Zurrpunkten des Fahrzeugs verbunden und mit Spannern oder Ratschen gestrafft – so werden mit den dadurch erzielten zusätzlichen Druckkräften die Reibungskräfte erhöht und die Ladung wird in ihrer Lage stabilisiert.
  • Beim Direktzurren wird die Ladung unmittelbar durch diagonal, horizontal oder schräg angeordnete Zurrmittel mit dem Fahrzeug verbunden. Diese Maßnahme ist die effektivste; allerdings müssen dafür nicht nur am Fahrzeug, sondern auch an der Fracht, entsprechende Befestigungsmöglichkeiten vorhanden sein.

Broschüren geben weitere Hinweise:

Ladungssicherung im Pkw oder Kleintransporter:
  • BGI 597-21: Arbeit und Gesundheit Basics, Heft 21, "Ladung sichern". Bestellbar über den Universum-Shop

Ladungssicherung im Lkw:
  • BGI 649: Ladungssicherung auf Fahrzeugen - Ein Handbuch für Unternehmer, Einsatzplaner, Fahr- und Ladepersonal

  • Broschüre der Landwirtschaftlichen Sozialversicherung "Risiko raus – Ladungssicherung in der Landwirtschaft"

Die Präventionskampagne "Risiko raus!"In der Kampagne "Risiko raus!" arbeiten die Berufsgenossenschaften, Unfallkassen, ihr Spitzenverband Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung (DGUV), die Landwirtschaftliche Sozialversicherung, der Deutsche Verkehrssicherheitsrat (DVR) und die Bundesländer sowie weitere Partner zusammen. Gemeinsam verfolgen sie das Ziel, die Zahl und Schwere von Unfällen im Verkehr und beim Transport zu verringern. Das bedeutet: weniger Arbeitsunfälle beim innerbetrieblichen Transport und Verkehr sowie im Straßenverkehr, weniger Schülerunfälle im Straßenverkehr, weniger Wegeunfälle. Weitere Informationen unter www.risiko.raus.de


Quelle: DGUV zur Übersicht