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DGUV Arbeit & Gesundheit 1/2 2012

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Aktuell

Demografischer Wandel

Ergonomie erleichtert die Arbeit

Sie spielen auf das viel zitierte Beispiel des Dachdeckers an?

Viele Beispiele kommen aus der Baubranche, unter anderem sind aber auch Pflegeberufe betroffen. Ob der Einzelne seinen Beruf bis zur Rente ausüben kann oder nicht hängt ja auch viel von seiner Veranlagung und von seiner Lebensführung ab. Die Kollegen von der Berufsgenossenschaft Bau haben dazu ein interessantes Projekt: Reha Bau. Es zeigt, dass man auch in solchen Berufen einiges für den Erhalt der Arbeitsfähigkeit tun kann. Die Grundüberlegung lautet: Im Winter ist am Bau weniger zu tun. Das gibt Gelegenheit für ergonomische Schulungen und physiotherapeutische Behandlungen. So können die Bauarbeiter mit Unterstützung ihres Arbeitgebers einiges tun, um fiter in die nächste Saison zu starten – und auch währenddessen besser auf sich zu achten.

Und wenn es trotzdem nicht bis zum Rentenalter reicht?

Hier sind zum einen die Betriebe gefragt, ihre Beschäftigten fortzubilden und gemeinsam mit ihnen alternative Aufgaben innerhalb des Unternehmens zu finden. Klappt das im angestammten Betrieb nicht, kann ein anderer Beruf eine Alternative darstellen. Wenn man bedenkt, wie viele Jahrzehnte wir heute berufstätig sein müssen, sind durchaus zwei verschiedene, vielleicht thematisch verknüpfte Tätigkeiten in einem Arbeitsleben denkbar. Unterstützung dazu gibt es wiederum durch die gesetzlichen Unfallversicherung mit dem Projekt: „Mein nächster Beruf“.

Was können Unternehmen tun, die Ihre Arbeitplätze ergonomischer machen wollen?

Sich an uns oder ihre Berufsgenossenschaft beziehungsweise Unfallkasse wenden und nach Beratungsmöglichkeiten fragen. Wer Kompetenzen im eigenen Haus aufbauen möchte, kann einen Mitarbeiter zum Demografieberater fortbilden lassen. Informationen in schriftlicher Form gibt die gerade neu erschienen BGI 7009 „Die Mischung macht’s: Jung und Alt gemeinsam bei der Arbeit“.

Weitere Informationen
  • Demografie-Expertin beim Institut Arbeit und Gesundheit der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung – BGAG: Dr. Hanna Zischang, E-Mail: hanna.zieschang@dguv.de, Telefon: 0351 457-1610

  • Ausbildung zum Demografieberater: www.dguv.de

  • Reha-Bau: www.bgbau.de

  • Die BGI 7009 „Die Mischung macht’s: Jung und Alt gemeinsam bei der Arbeit“ kann unter www.dguv.de bezogen werden


Das Gespräch führte Miriam Becker
redaktion@arbeit-und-gesundheit.de
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