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DGUV Arbeit & Gesundheit 5/6 2013

Titelbild DGUV Arbeit & Gesundheit 5/6

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5/6 2013.

Themendossier

Lärm
| Bild: gestresste Büroarbeiterin
© Ingram Publishing
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Lärm im Büro

Unterschätzte Krachmacher

Konzentriertes und aufmerksames Arbeiten braucht vor allem eines: Ruhe. Doch wer denkt, dass Büros im Gegensatz zu Baustellen und Industriebetrieben Orte der Stille sind, der täuscht sich: Auch Kopierer, Drucker und Co. machen Lärm, der auf Dauer ganz schön auf die Nerven gehen kann.
Wenn es um Hörprobleme geht, zählt die wachsende Lärmbelastung in unserer Umwelt zu den Ursachen Nummer eins. Doch nicht nur offenkundige Lärmquellen stellen eine Gefahr für die Gesundheit dar, sondern auch unauffällige Dauerbelastungen. Gerade bei der konzentrierten Arbeit im Büro können auch geringere Geräuschpegel belasten. Mehr noch: Eine Umfrage des „Forum Besser Hören“ unter 1.000 Angestellten hat ergeben, dass sich jeder zweite durch das im Büro herrschende Lärmumfeld beeinträchtigt und gestresst fühlt.

Vor allem elektronische Geräte gelten als belastende Geräuschquellen. Kopierer, PC, Drucker und Faxgeräte können zusammen einen erstaunlich hohen Lärmpegel erzeugen. Auch eine ungünstige Raumakustik kann zu einer nervenden Geräuschkulisse führen: laute Bodengeräusche durch umherlaufende Kollegen, Stimmengewirr durch lautes Sprechen, ständiges Klingeln von Telefonapparaten und Handys. So können sich die Geräusche in einem Büro zu Spitzenzeiten schon mal auf 70 Dezibel summieren. Konzentriertes Arbeiten ist unter diesen Voraussetzungen kaum möglich – Lärm beeinträchtigt also die Leistungsfähigkeit. Dafür gibt es inzwischen wissenschaftliche Belege.

Stressfaktor Lärm „Lärm im Büro ist ein entscheidender Stressfaktor. Bei Geräuschen von relativ hoher Intensität sinkt die Leistung, insbesondere bei komplexen Aufgaben.“ Zu diesem Ergebnis kommt eine Veröffentlichung der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA)*. Die Forscher weisen darin wissenschaftlich nach,welche negativen wirtschaftlichen Auswirkungen mit einem hohen Geräuschpegel im Büro zusammenhängen. Für diesen Beweis mussten Versuchspersonen unterschiedliche Bürotätigkeiten unter fünf verschiedenen Geräuschbedingungen ausführen. Ergebnis: Geräusche mit hoher Intensität beeinträchtigen die Arbeitsleistung. Ein weiteres Ergebnis der Auswertung lautet: „Dort, wo komplexe Aufgaben zu erledigen waren, tendierten die Versuchspersonen sogar dazu, die Bearbeitung der Aufgaben unvollständig zu lassen oder ganz abzubrechen.“ Lärm stört also nachweislich die Konzentration und steigert die Unachtsamkeit – die Fehlerquote steigt und auch die Entwicklung neuer Ideen bleibt angeblich auf der Strecke. Zudem kann Lärmstress das vegetative Nervensystem beeinflussen, den Blutdruck erhöhen, Schlafstörungen und Angstzustände hervorrufen und das Herz-Kreislauf-System schädigen. Wenn der Geräuschpegel im Büro zu hoch ist, besteht also dringender Handlungsbedarf.
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