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DGUV Arbeit & Gesundheit 1/2 2012

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1/2 2012.

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Themendossier

Sonnenschutz

UV-Schutz

Sonnenstrahlen haben es in sich

Zu wenig davon ist schlecht, zu viel tut aber auch nicht gut. Die Rede ist von Sonnenstrahlen. Alle, die in ihrem Job viel unter freiem Himmel arbeiten, sollten ihre Haut vor zu starker UV-Bestrahlung schützen. Sonst können nach einigen Jahren ernst zu nehmende Hautschäden bis hin zu Hautkrebs drohen.
Wären sie sichtbar, bekäme man es an wolkenlosen Sommertagen vermutlich mit der Angst zu tun: Ultraviolette Strahlen (UV-Strahlen) torpedieren jedes Fleckchen ungeschützte Haut und dringen in sie ein. Diese unsichtbaren energiereichen Strahlen kommen von der Sonne und gelangen mit dem Sonnenlicht auf die Erde. Es gibt aber auch künstliche Strahlenquellen, zum Beispiel im Solarium. UV-Strahlung teilt man je nach Wellenlänge in drei Bereiche ein: UV-A Strahlung (320 bis 400 Nanometer), UV-B Strahlung (280 bis 320 Nanometer) und UV-C Strahlung (200 bis 280 Nanometer). Je kurzwelliger die Strahlung, desto schädlicher ist sie für den Menschen. Die kurzwelligen UV-C Strahlen und große Bereiche der UV-B Strahlung werden überwiegend im Ozon der hohen Atmosphäre zurückgehalten und gelangen nicht auf die Erdoberfläche.

Um sich vor UV-Strahlung zu schützen, produziert die Haut vermehrt Melanin. Die Folge ist sichtbar und häufig auch erwünscht: Die Haut bräunt. Sind Hautzellen einem übermäßigen Beschuss mit UV-Strahlen ausgesetzt, können sie anschwellen und platzen. Als Reaktion darauf rötet sich die Haut und schmerzt. Man spricht von einem Sonnenbrand. In schweren Fällen können sich Blasen auf der Haut bilden, Fieber und Krankheitsgefühl auftreten. Was man gerne verdrängt: Ein Sonnenbrand ist mehr als eine lästige Begleiterscheinung schöner Sommertage. Sonnenbrand ist eine Entzündung der Haut, die ausheilen muss, bevor man sich erneut in die Sonne wagt. Nach einem Sonnenbrand hat die Haut durch eine Verdickung der Hornhaut zwar einen besseren Schutz aufgebaut, die so genannte Lichtschwiele. Aber: Jeder Sonnenbrand schädigt die Haut massiv. Es ist inzwischen unbestritten, dass häufige UV-Bestrahlung irreparable Hautschäden und als Spätfolge Hautkrebs verursachen kann. Weitere mögliche Folgen intensiver und übermäßiger Sonneneinstrahlung: vorzeitige Hautalterung inklusive Falten und Altersflecken, Horn- und Bindehautentzündungen des Auges, „Grauer Star“, Sonnenallergie mit Entzündungsreaktionen, Quaddelbildung und Juckreiz.

UV-Strahlung bewirkt aber auch etwas Gutes, denn sie ermöglicht dem Körper, Vitamin D zu produzieren. Das benötigt er für Aufbau und Erhalt der Knochen. Allerdings reichen dafür rund 10 Minuten Sonne pro Tag auf Gesicht und Arme aus – auch bei bedecktem Himmel.

Auf die Dosis kommt es anZugegeben der Mensch braucht Sonne. Sie tut wohl und gibt Power. Um fit zu bleiben, benötigt man jedoch viel weniger UV-Strahlung als man sich häufig zumutet. Das Problem: Man spürt die Folgen erst, wenn es zu spät ist. Wer nichts riskieren will, sollte deshalb vorbeugen. Ein Blick nach oben liefert erste Anhaltspunkte. Im späten Frühjahr und Sommer kann man bei wolkenlosem Himmel grundsätzlich von einem hohen UV-Strahlungsanteil ausgehen. Besonders zur Mittagszeit, wenn die Sonne am höchsten steht. Vorsicht bei Bewölkung! Sie reduziert zwar die Stärke der UV-Strahlung, hebt sie aber nicht auf. Wer sicher gehen will, sollte sich immer am so genannten UV-Index (UVI) orientieren. Der UV-Index ist international einheitlich festgelegt. Er beschreibt den am Boden erwarteten Tagesspitzenwert der sonnenbrandwirksamen UV-Strahlung. Je höher sein Wert, desto größer die Gefahr für Haut und Augen. In Europa liegt er selten über 8, in Äquatornähe bei bis zu 11. In Deutschland kann man aktuelle Messwerte und Prognosen zum Beispiel dem Wetterbericht entnehmen, beim Bundesamt für Strahlenschutz oder Deutschen Wetterdienst abrufen.

UVI 0 bis 1 niedrige UV-Belastung - Sonnenbrand unwahrscheinlich
UVI 2 bis 4 mittlere UV-Belastung - Sonnenbrand ab 30 Minuten möglich
UVI 5 bis 7 hohe UV-Belastung - Sonnenbrand ab 20 Minuten möglich
UVI 8 und mehr sehr hohe UV-Belastung - Sonnenbrand in weniger als 20 Minuten möglich

Quelle modifiziert nach Bundesamt für Strahlenschutz. Die Hinweise gelten für den empfindlichen Hauttyp bei ungebräunter Haut.
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