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Zweithäufigster Auslöser
von Arbeitsunfällen bei
Pflegekräften sind die
betreuten Menschen
© Schuppelius
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Gewalt in der Pflege
Gewaltig hilflos
Die Erfahrung von Aggressionen und Übergriffen durch Klienten und Betreute gehört für viele Beschäftigte in Pflegeberufen zum Arbeitsalltag. Über 4.000 durch betreute, pflege- oder hilfsbedürftige Menschen verursachte Arbeitsunfälle werden der Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege (BGW) jährlich gemeldet. Damit ist „der Mensch“ der zweithäufigste Auslöser von Arbeitsunfällen.
Hinter den Zahlen verbergen sich Übergriffe durch verwirrte, begrenzt zurechnungsfähige oder aggressive Menschen, beispielsweise Bewohner von Pflege- oder Behindertenheimen sowie Klienten von Pflegediensten. Nicht selten fühlen diese Menschen sich fremdbestimmt, hilflos und frustriert. Diese Gefühle können sich in aggressivem Verhalten gegenüber dem Pflegepersonal entladen. Die „helfende Hand“ wird als einschränkend empfunden und abgewehrt. Rüpeleien, Schläge, Kratzer und Bisse hinterlassen nicht nur körperliche Spuren bei den Opfern: Die Gewalterfahrung bereitet den betroffenen Pflegekräften oft auch psychische Probleme. Folgen können zum Beispiel Schlaf- und Konzentrationsstörungen oder auch Depressionen und Angststörungen sein. Deshalb ist es wichtig, dass Arbeitgeber und Beschäftigte gemeinsam Antworten auf die Fragen finden: Wie können Übergriffe verhindert werden? Und was ist im Ernstfall zu tun?
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