AuG-Logo

Leserservice

Aboänderungen:
Adresse, Ansprechpartner,
Bezugsmenge, Probehefte

Leserservice

Abonnement

Titelbild Ausgabe 3/4 2012

DGUV Arbeit & Gesundheit ist das praxisorientierte Magazin für sicheres und gesundes Arbeiten. Werden Sie Abonnent! Damit Sie keine Ausgabe verpassen und immer top informiert sind.

Bild des Monats







Werfen Sie einen
kritischen Blick auf
"Das Allerletzte"
und wählen Sie das Bild des Monats!

Dezember 2006
| Bild: Jutta Vestring
Jutta Vestring,
Mitglied der
Geschäftsführung der
Berufsgenossenschaft
der Bauwirtschaft
|

Editorial

Herausforderung "demographischer Wandel"

Häufig haben wir schon die grafische Darstellung des Altersaufbaus unserer Gesellschaft in Baumformen gesehen: Um 1900 hat sie die Form einer Tanne, für heute steht eine Pappel und in der Mitte dieses Jahrhunderts wird sie einem Obstbaum gleichen. Diese Entwicklung hat Konsequenzen – nicht nur für das Alterssicherungssystem, sondern ganz besonders auch für die Arbeitswelt. Wir werden die zukünftige wirtschaftliche Entwicklung mit insgesamt älteren Mitarbeitern bewältigen.
Fakt ist, dass ältere Menschen länger gesund und leistungsfreudig bleiben müssen. Daher ist es wichtig für jeden von uns, rücksichtsvoll mit unserer Gesundheit umzugehen. Prävention muss durch persönliches Verhalten zur Lebensart werden. Unterstützend sollte im Beruf alles dafür getan werden, den Gesundheits- und Arbeitsschutz konsequent zu beachten und zu fördern. Eine proaktive und engagierte arbeitsmedizinische Betreuung der Betriebe mit besonderem Schwerpunkt auf der biophysischen Situation älter werdender Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ist eine wertvolle Hilfe für den Unternehmer. Die Leistungsfreude vieler älterer Belegschaftsmitglieder ist groß. Häufig wird die in bestimmten Segmenten veränderte Leistungsfähigkeit der älteren Arbeitnehmer wie das Nachlassen der Kraft und Reaktionsschnelligkeit durch andere Fähigkeiten wie Erfahrung, leichterem Umgang mit komplexen Sachverhalten, höherer Entscheidungs- und Handlungsökonomie kompensiert. Es gilt hier zu schauen, was ein älterer Mitarbeiter (noch) kann, statt die Aufmerksamkeit darauf zu richten, was er nicht mehr kann.

Leistungswille und -fähigkeit Älterer hängen wesentlich von der Gestaltung der Arbeit ab. Diese große und wichtiger werdende Gruppe braucht mehr denn je ein Netzwerk betrieblicher Unterstützungsfaktoren: wertschätzende Führungspersonen, engagierte Betriebsärzte, solider Arbeits- und Gesundheitsschutz, angepasste Gesundheitsförderung und zuverlässige Vertragspartner wie Berufsgenossenschaften, Renten- und Krankenversicherungen. Dann wird sich die Gesellschaft in Deutschland über die Früchte des „Obstbaumes“ freuen können.
Pfeil nach oben
zur Übersicht