April 2006
Editorial
Einsatz für junge Menschen

Hans-Horst Konkolewsky
Direktor der Europäischen
Agentur für Sicherheit und
Gesundheitsschutz am
Arbeitsplatz „16-Jähriger bricht sich das Bein beim Sturz von einem Gangblech am Müllauto“; „17-Jährige verliert einen Teil ihres Fingers bei einem Ferienjob in einer Bäckerei“ – so lesen sich Beispiele von Unfällen junger Menschen. Solche Meldungen sind in der Europäischen Union leider keine Seltenheit. Unter 24-Jährige haben doppelt so häufig Unfälle wie ältere Kollegen. Mit der Kampagne „Starte Sicher“, die wir in diesem Jahr gestartet haben und die auch im Mittelpunkt der Europäischen Woche im Herbst 2006 stehen wird, wollen wir die rund 58 Millionen junger Menschen in den Ländern der EU besser vor Unfällen und Gesundheitsgefahren bei der Arbeit schützen.
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Vibrationen am Arbeitsplatz
Zitterpartie
Wo gebohrt und gehämmert wird oder Lasten bewegt werden, sind sie im Spiel: Erschütterungen. Von heftigen Schlägen des Presslufthammers bis zum ständigen Tuckern des Traktors übertragen sich Schwingungen der Geräte auf den Menschen. In Deutschland gibt es zirka drei Millionen Arbeitsplätze mit Gesundheit gefährdenden Vibrationen. Die Folgen werden häufig unterschätzt, weshalb die Europäische Union den Schutz der Beschäftigten verbessern will.
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Der Schwimmstar am
Arbeitsplatz: Kirsten Bruhn
berät Kunden bei der AOK.
Fit im Sport - fit im Job
"Im Wasser gibt es keine Barrieren"
Die querschnittsgelähmte Kirsten Bruhn hat drei Weltrekorde aufgestellt und sich zweimal den Titel der Behindertensportlerin des Jahres erschwommen. Auf dem Weg dorthin hat ihr die berufsgenossenschaftliche Rehabilitation geholfen.
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Rückenbeschwerden
Schmerz im Genick
Schmerzen von den Schultern über den Nacken hinauf bis hin zum Atlasknochen sind weit verbreitet. Vor allem „Bildschirmarbeiter“ klagen über dauernde Verspannungen oder plötzliche Schmerzattacken. Kein Wunder, denn der schmale Hals hat mit dem Kopf ein beachtliches Gewicht zu tragen und im Alltag eine Menge auszuhalten.
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Arbeiten bis 67? Wenn
die Leistungsfähigkeit
lange erhalten bleiben
soll, müssen sowohl
Mitarbeiter als auch
Unternehmer etwas
dafür tun.
Ältere Arbeitnehmer
Mitarbeiter nicht alt aussehen lassen
Medienberichte, die die Leistungsfähigkeit älterer Arbeitnehmer in Frage stellen, können Betriebe stark verunsichern. Wer konstruktiv mit der Tatsache umgeht, dass der Altersdurchschnitt der Beschäftigten stetig ansteigt, schafft in seinem Unternehmen frühzeitig Strukturen, die dem gerecht werden.
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Schnitte und Stiche
Messers Schneide
Das tut weh: Schon kleine Schnitte in die Haut können sehr schmerzhaft sein und die Heilung wird langwierig. Insbesondere die Sicherheit von Mitarbeitern, die Verpackungen öffnen, steht in vielen Betrieben auf Messers Schneide. Denn häufig haben diese nur unprofessionelles Werkzeug zur Hand.
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Neulinge am Arbeitsplatz
"Unerfahrenheit spielt eine große Rolle"
Ob im Straßenverkehr oder am Arbeitsplatz: Junge Leute haben fast doppelt so viele Unfälle wie ältere Menschen. Deshalb bemühen sich immer mehr Unternehmen, ihre Auszubildenden für Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz zu sensibilisieren. Wie das bei der Adam Opel GmbH in Rüsselsheim funktioniert, erklärt Ausbildungsleiter Hans-Dieter Weiland.
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